von
Earthmoon
übersetzt durch Friederike
Bradfisch
Nach allem,
was ich gehört und gelesen habe und nach meiner eigenen
Erfahrung mit meinen beiden Jungen, sieht es so aus,
als ginge beim Sauberbleiben gar nichts mehr, sobald
das Kind mobiler wird und zuhause auf Entdeckungstour
geht. Es ist gar nicht ungewöhnlich, dass unterwegs
alles bestens klappt, solange man das Kind die meiste
Zeit in einem Tuch trägt - aber kaum läßt man es auf
dem Boden seine Umgebung erkunden - schon verloren!
Würden
wir wie die Urmenschen leben, wäre es egal - warum
sollte sich jemand daran stören, wenn das Baby auf
den Boden pinkelt? Man würde das Kind einfach anleiten,
sein Geschäft immer weiter weg zu erledigen, bis es
dies schließlich dort macht, wo die Erwachsenen dies
auch tun.
Aber hier,
in unseren Häusern (oft mit Teppichen) ist es eine
weitere Phase. Während Dein Baby intensiv damit beschäftigt
ist, krabbeln oder laufen zu lernen (meine Jungen
taten beides gleichzeitig - sie krabbelten erst wenige
Wochen vor dem Laufen, weil sie den Großteil ihrer
Zeit damit verbrachten, sich hochzuziehen :P) bleibt
nicht viel Gehirnschmalz für´s Sauberbleiben - oder
irgendetwas anderes - übrig. Wenn Deine Fußböden ganz
von Unfällen verschont bleiben sollen, benutze während
dieser Zeit Windeln zur Sicherheit. Biete dem Kind
Alternativen zum in-die-Windel-machen an, rede über
das Sauberbleiben (Wenn Du Deine Windel trocken halten
willst, sag mir Bescheid, wenn Du mußt, ich helfe
Dir. Wenn Du in die Windel machen mußt, werde ich
sie sofort wechseln), wenn möglich gib dem Kind nachts
die Gelegenheit "sauberzubleiben", wenn ihr unterwegs
seid und biete es an, wenn das Kind erfahrungsgemäß
am ehesten darauf eingeht (nach einem Schläfchen etc.)
Wenn es zu Spannungen kommt, stecke zurück - je mehr
Du drängst, desto mehr Widerstand wird Dein Baby dem
entgegensetzen.
Warte geduldig
:)
Sobald
das Laufen gemeistert ist, kehren die MEISTEN Babys
zum Sauberbleiben zurück, als hätten sie es nie unterbrochen
:) Tatsächlich geht es bei vielen Babies von "KEIN
Sauberbleiben" zum fast unabhängigen Sauberbleiben
in wenigen Wochen, wenn sie sich beim Laufen erst
einmal sicher fühlen.
Dakota
hat zwischen 11 und 12,5 Monaten jeden Versuch ihn
abzuhalten VERWEIGERT (außer mitten in der Nacht).
Ich dachte, das war´s! Ich habe ihn gewickelt, die
Windel gewechselt, sobald sie naß war, habe ermutigend
mit ihm gesprochen und es laufen lassen. Wir hatten
ein Jahr lang Windeln vermieden, das war gut genug.
Dann fing
er mit 12,5 Monaten wieder an, Zeichen zu geben, und
mit 14 Monaten hatten wir eine Trefferquote von 100%
für das große Geschäft, und wahrscheinlich 80% für
das kleine Geschäft, wenn wir zuhause waren, 100%
unterwegs. Nur 6 Wochen, nachdem ich aufgegeben hatte!
LOL!
Bleib dran
- die Zeit zwischen 9 und 13 Monaten ist wirklich
die größte Herausforderung beim Sauberbleiben für
viele, aber gleich um die Ecke liegt ein großer Sprung
in Fähigkeit und Reife :) Immerhin lernt das Kind
in dieser Zeit zu laufen und beginnt zu sprechen -
GROSSE Entwicklunsschritte, die viel der Gehirnkapazität
in Anspruch nehmen! In einigen Wochen wird wieder
mehr Hirn für´s Sauberbleiben übrig sein :)
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