von
Laura
Shanley
Warum
Unassisted Birth?
Was ist eine Alleingeburt?
Ist eine Alleingeburt sicher?
Warum
Unassisted Birth?
Viele Frauen, die Hausgeburten unterstützen, haben
mich gefragt, warum ich und andere "Unassisted Birthers"
es ablehnen, eine Hebamme bei unseren Geburten dabei
zu haben, "nur für den Fall, dass". Die moderne Physik
hat bewiesen, dass der schiere Akt des Beobachtens
eines Objektes dieses verändert. Die Geburt ist ein
emotionaler/spiritueller/sexueller Akt. Und genauso,
wie die meisten Paare es schwer finden, sich zu entspannen
und Sex zu haben, während andere Personen im Raum
anwesend sind, fühlen eben viele Paare genauso für
die Geburt. Tatsächlich entschließen sich einige Paare,
während der Geburt Sex zu haben. Wenn eine Frau sexuell
stimuliert wird, wird in ihrem Körper Oxytocin freigesetzt,
das ebenfalls die Wehen auslöst und steigert. Pitocin,
welches oft im Krankenhaus gegeben wird, um die Wehen
zu verstärken, ist künstliches Oxytocin.
Nicht nur dass viele Paare die Anwesenheit einer Hebamme
oder eines Arztes störend finden, sie finden sie ebenfalls
unnötig. Der Körper der Frauen wurde dafür ausgestattet,
zu gebären. Wenn eine Frau physisch und psychisch
gesund ist (frei von Angst, Scham und Schuldgefühlen),
können Babys meist einfach geboren werden. Wie Grantly
Dick-Read, der Autor von Mutterwerden ohne Schmerz
("Childbirth without Fear") schreibt: "Wenn eine Frau
während der Wehen alleine gelassen wird, gebiert der
Körper der Frau das Baby ganz einfach, ohne von den
Gedanken der Frau oder der Hand der Helfer abgelenkt
zu werden. Wenn sie alleine ist, sind nur Mut und
Geduld vonnöten. Glaube, wenn sie an sich glaubt,
ist das Geheimnis, ein gesundes Baby zu haben und
eine glückliche Mutter zu sein."
Manche Frauen ziehen es vor, ganz alleine zu gebären.
Natürlich werden die meisten von ihnen nicht sagen,
dass sie alleine war - Gott, ihr inneres Ich oder
das ‚höhere Bewusstsein' waren bei ihnen und führten
sie Schritt für Schritt.
Eine Alleingeburt (Unassisted Childbirth) ist kraftgebend
für die Frau, ihren Partner und ihr Baby. Frauen,
die ihr Baby mit wenig oder ohne Hilfe geboren haben
beschreiben die Geburt als die erfüllendste Erfahrung
ihres Lebens. Mit niemandem um sich herum, der einem
sagt, was zu tun sei, wann zu pressen sei oder welche
Position man einnehmen solle, haben viele Frauen das
Gefühl, sie wissen, wie zu gebären ist.
Eine Alleingeburt bedeutet Freiheit!
Obwohl einige Frauen die Anwesenheit von Hebammen
und Ärzten beruhigend finden, empfinden sie andere
als störend. Es liegt an jedem von uns selbst, zu
entscheiden, wer uns während der Geburt begleiten
soll.
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Was
ist eine Alleingeburt?
Im ureigentlichen Sinne meint Alleingeburt zu
Hause Gebären ohne die Hilfe von Ärzten oder Hebammen.
Für die Frauen, die diese Art des Gebärens wählen,
bedeutet UC aber viel mehr.
Bei einer Alleingeburt fungiert niemand als Hebamme.
Stattdessen bestimmt die Gebärende selbst den
Verlauf ihrer Wehen. Der Partner oder Freunde
können in unterschiedlichem Masse daran teilhaben,
aber niemand leitet die Frau an, wie sie zu gebären
habe, wenn sie zu drücken habe, in welcher Position
sie sich befinden soll und so weiter. Vereinzelte
Vorschläge können angeboten werden, aber es wird
davon ausgegangen, dass die gebärende Frau die
wahre Expertin für ihren Körper ist.
Bei der Art Alleingeburt, für die ich einstehe,
ist es nicht nötig, Wehenabstände zu messen oder
die Öffnung des Muttermundes zu überprüfen. Wenn
eine Frau mit ihrem Körper im Einklang ist, wird
sie wissen, wann sie drücken muss. Das Abtasten
des Muttermundes kann nicht nur schmerzhaft und
unangenehm sein, es kann auch ablenken. Das Gefühl
von Fingern in ihrer Vagina kann tatsächlich die
Frau dazu veranlassen, die Vaginalmuskeln anzuspannen,
wenn Entspannung notwendig wäre.
Eine Frau in den Wehen muss emotionell unterstützt
werden oder einfach alleingelassen werden. Alles
Wissen, was sie zum Gebären braucht, ist bereits
in ihr drin. Ihre Aufgabe ist es, einfach zu entspannen,
ihrem Körper zu vertrauen und ihrem Baby zu erlauben,
die Welt zu betreten.
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Ist
eine Alleingeburt sicher?
Einer der größten Mythen, die vom medizinischen
System immer weiter verbreitet werden, ist, dass
Krankenhäuser der sicherste Platz zum Gebären
sind. Es finden sich Horrorgeschichten über Frauen,
die unter der Geburt sterben, früher, bevor es
Krankenhäuser gab. Und was viele nicht bedenken
ist, dass die Frauen nicht starben, weil eine
Geburt ungeheuer gefährlich ist, sondern eher
wegen der Lebensbedingungen damals. Arme Frauen
waren grundsätzlich unterernährt und überarbeitet
während der Schwangerschaft, während reiche Frauen
oftmals einen Mangel an frischer Luft und Sonnenschein
hatten, da braungebrannte Haut nicht zu ihrem
sozialen Status passte. Reiche Mädchen wurden
ab ihrem elften Lebensjahr in Korsette gezwängt,
so dass spätestens in ihrem vierzehnten Lebensjahr
ihre Becken unwiederbringlich deformiert waren.
Diese physischen Faktoren, kombiniert mit verschiedenen
psychologischen Faktoren (Angst, Scham und Schuld),
führten zu den Problemen, die einige Frauen erfuhren.
Durch die gesamte Geschichte starben nur wenige
normale, gesunde Frauen unter der Geburt. Tatsächlich
stiegen die Todesfälle sogar an, als die Geburten
nicht mehr zu Hause sondern in Krankenhäusern
gemacht wurden. Eine große Studie, die schon im
Jahre 1933 durchgeführt wurde, zeigt, dass Krankenhausgeburten
nicht so sicher sind wie Hausgeburten. Studien
der letzten 20 Jahre beweisen, dass dies auch
heute noch der Fall ist. (Mayer Eisenstein, MD,
The Home Court Advantage, 1988.)
Wenn eine Frau in den Wehen in ein heutiges Krankenhaus
kommt, wird sie von medizinischem Personal und
Maschinen umgeben. Oftmals wird ihr gesagt, was
sie essen soll (normalerweise nichts), in welche
Position sie sich begeben soll (meistens flach
auf dem Rücken, was den Beckenausgang verschmälert
und sie davon abhält, die natürliche Schwerkraft
mitzunutzen) und wann oder wann nicht zu pressen
(was ihrem instinktiven Wissen widerspricht).
Das Fortschreiten der Geburt wird akribisch festgehalten
und gemessen und sie wird eher wie eine Maschine
als ein denkender, fühlender, intelligenter Erwachsener
behandelt.
Wenn ihre Wehen nicht in der Geschwindigkeit fortschreiten,
die das Krankenhaus als normal beschlossen hat,
bekommt sie oft Medikamente, um die Dinge zu beschleunigen.
Die Medikamente wiederum machen ihre Wehen schmerzhafter,
was wiederum dazu führt, dass sie noch mehr Medikamente
bekommt, um mit den Schmerzen klar zu kommen.
Nicht nur, dass diese Medikamente sie davon abhalten,
voll und ganz am Geburtsprozess teilzuhaben, sie
gehen auch durch die Plazenta und schädigen das
ungeborene Baby.
Manchmal verschließt sich ein weiblicher Körper
einfach nach all diesen Eingriffen und die Frau
bekommt erzählt, dass sie einen Kaiserschnitt
braucht, damit ihr Baby sicher geboren werden
kann. Ungeachtet dessen, dass die Eingriffe, die
sie erhalten hat, die Komplikationen erst verursachte,
entscheidet sie sich oftmals "für das Beste fürs
Kind". Annähernd ein Viertel aller amerikanischen
Babys werden derzeit per Kaiserschnitt geboren.
Viele Frauen, die im Krankenhaus entbunden haben
erzählen von einer Unzufriedenheit, nicht nur
mit der Art, wie sie dort behandelt wurden, sondern
auch darüber, wie man dort mit den Babys umging.
Die Babys werden oft sofort nach der Geburt der
Mutter weggenommen um sie zu wiegen, zu messen,
zu testen und sauber zu machen. Augentropfen werden
verabreicht ‚nur für den Fall' dass die Mutter
eine Entzündung hat und Vitamin K wird gegeben,
weil Babys angeblich als unterversorgt geboren
werden.
Wenn eine Frau zu Hause entbindet, kann sie essen
was sie will, jede gewünschte Position einnehmen
und drücken oder nicht drücken, je nachdem wie
sie sich fühlt. Wenn ihr niemand sagt, was sie
tun soll, kann sie sich auf ihr inneres Selbst
konzentrieren und auf die ‚leise, kleine innere
Stimme" hören. Das selbe liebende Bewusstsein,
das wusste, wie das Baby in ihr perfekt heranreifte,
weiß, wie das Baby sicher und einfach herauskommt,
wenn sie es nur lässt. Wenn ihr niemand Kommandos
zuruft, kann eine Frau sich entspannen und ihr
Baby natürlich gebären. Nach der Geburt gibt es
keinen, der sie und ihr Baby trennt. Sie kann
das Baby halten und stillen, so lange sie will.
Frauen auf der ganzen Welt finden wieder heraus,
dass eine Geburt am besten funktioniert, wenn
sie am wenigsten gestört wird.
In den letzten Jahren habe ich Hunderte Geschichten
von Frauen und Paaren erhalten, die erfolgreich
entbunden haben ohne medizinische Hilfe. Ihre
Geschichten sprechen für sich selbst. Natürlich
kann niemand, egal wie erfahren, garantieren,
dass das Baby sicher geboren wird. Einige Babys
werden sterben. Das ist einfach der Weg der Natur.
Sarah
Buckley, eine Autorin und Ärztin in Brisbane,
Australien hat viel über die inherent Sicherheit
der "ungestörten Geburt" geschrieben, so wie auch
über die Gefahren medizinischer Eingriffe. Hier
findet sich Sarahs exzellenter Artikel "Ecstatic
Birth: The Hormonal Blueprint of Labor" (Mothering,
Ausgabe 111, März/April 2002). Hier
findet sich Sarahs UC-Geschichte.
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