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Wie
hast Du angefangen?
Werde
ich anfangs nassgepullert werden?
Was
war das wichtigste als Du anfingst?
Nach
was für Zeichen kann ich Ausschau halten?
Welche
Zeichen gibt es für das große Geschäft?
Welche
Zeichen gibt es für das Pullern?
Kann
ich meinem Baby beibringen, ein Zeichen zu geben?
Was
ist mit Schlafenszeiten?
Wie
macht man es bei einem Jungen, dass das Pipi nicht
überall hin spritzt?
An
manchen Tagen klappt es überhaupt nicht!
Das
Abhalten über die Toilette verursacht mir Kreuzschmerzen!
Wenn
sie anzeigen, sie müssen auf die Toilette, müssen
sie nicht...
Bedeutet
Sauberbleiben, dass Du Dein Baby nicht Baby sein lässt?
Es
scheint eine Menge Arbeit zu sein.
Ist
es nicht einfach frühes Töpfchentraining?
Ausgehen...
Was
ist mit nachts?
Wie
schützt Du das Bett?
Ach,
ihr Öko-Mamas könnt das vielleicht, aber ich nicht!
Ich
liebe es, respektvoller mit dem Po meines Sohnes umzugehen
- er wird jetzt vorsichtiger angefasst.
Funktioniert
es, wenn nur ein Betreuer es macht und die anderen
nicht?
Sie
haben einfach keine Kontrolle in der Bauchlage…
Macht
es etwas aus, wenn Du Sauberbleiben MIT Windeln machst?
Mit
10 Monaten ist er so angenehm wie ein trockenes Kleinkind!
Können
wir mit dem Sauberbleiben auch mit einem 7,5 Monate
alten Kind starten?
Was
ist im Winter, wenn Dein Sohn einen Schneeanzug trägt?
Mein
Sohn schreit, wenn ich ihn nachts oder nach einem
Schläfchen Pipi machen lassen will. Was soll ich tun?
Wird er es wieder sein lassen, wenn er älter ist?
Hilfe!
Mein Baby hat plötzlich aufgehört, Zeichen zu geben
und wird fürchterlich wild, wenn ich es Pipi machen
lassen will! Was ist das?
Wie
hast Du angefangen?
Nun,
unser erster Sohn war 3 Monate und ich brachte ihn
zu seinem (bald überflüssigen) Wickeltisch, machte
ihm die Windel ab und sagte etwas wie: "Wir versuchen
mal was Neues - du versuchst, mir mitzuteilen, wann
du mal musst und ich versuche, zuzuhören. Wir werden
Fehler machen, und das wird okay sein, mach dir nichts
daraus!" Zehn Minuten später fing er an zu wackeln
und sich unbequem zu bewegen. Ich brachte ihn ins
Bad und er kackte. Seitdem machen wir das so.
Mit unserem zweiten Sohn fingen wir gleich nach der
Geburt an, und beim zweiten Kind ist es mir auch schon
so in Fleisch und Blut übergegangen - ich denke schon
gar nicht mehr darüber nach :)
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Werde
ich anfangs nassgepullert werden?
Zuerst trug ich ihn mit einem Handtuch unter dem
Po herum bis ich seine Signale kennen gelernt hatte,
und mein Mann hatte einige nasse T-Shirts, bis auch
er die Signale unseres Sohnes kannte. Mamas sind in
der Beziehung besser als Papas - mehr eins mit dem
Kind, nehme ich an. Bis er vier Monate war, trug ich
immer eine kleine Schüssel mit mir rum, aber mit etwa
4 Monaten fing er an, mich lang genug vorher wissen
zu lassen, dass er muss, so dass ich ihn noch ins
Bad bringen konnte. Er ging am liebsten da auf die
Toilette, wo wir auch gingen und verweigerte von nun
an die Schüssel.
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Was
war das wichtigste als Du anfingst?
Ich denke, das wichtigste als ich anfing, war, mit
meinem Sohn immer wieder über das zu reden, was wir
taten: "Okay, wenn du pullern oder kacken musst, versuch
es mich wissen zu lassen, so wie du es gerade kannst
und ich werde versuchen, dich zu verstehen. Mach dir
nichts aus Fehlern - Mama wird nur darüber lachen!"
oder "Okay, wir fahren jetzt ein Weilchen mit dem
Auto, deshalb zieht dir Mama jetzt eine Windel über
- es gibt nämlich da draußen keine Babytöpfchen! Ich
helfe dir pullern, wenn wir können oder wechsle deine
Windel so schnell wie möglich nach dem Pullern." Je
mehr ich ihm im Vorhinein sagte und wiederholte, was
wir gerade taten, desto besser war seine Kommunikation
mit mir. Stell dir das mal vor!
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Nach
was für Zeichen kann ich Ausschau halten?
Meine Söhne benutzen jede mögliche Art von Zeichen
- von total telepathisch (das Wort "Pipi" taucht in
meinem Gehirn auf, oder ich denke plötzlich 'er muss
mal'), weinen (normalerweise, wenn er aufwacht, weil
die Blase voll ist), schreien, auf die Badezimmertür
zukriechen, zu mir krabbeln und mich anschauen, während
er an seinem Penis zupft. Es verändert sich immer
wieder, aber ich habe keine Probleme herauszufinden,
was er sagt. Die Zeiten, wenn ich es verpasse, sind
jene, wenn ich nicht darauf achte - wenn ich mit jemandem
rede, lese oder einfach nicht eins mit ihm bin.
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Welche
Zeichen gibt es für das große Geschäft?
Nun, mein Sohn muss viel pupsen, bevor er kackt, heh,
heh. Grunzen ist ein gutes Zeichen. Der Trick mit
dem Kacken ist, das Muster des baby während des Tages
zu kennen - kackt es direkt nach dem Essen? Gleich
früh am Morgen? Später am Tag? Dann kannst Du nach
Anzeichen Ausschau halten. Das große Geschäft im Töpfchen
aufzufangen ist ssoooo viel angenehmer als eine Windel
zu wechseln, das ist die Zeit, wo ich wirklich merke,
wie viel einfacher Sauberbleiben ist als Windelwechseln.
Und wie viel schöner für das Baby!
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Welche
Zeichen gibt es für das Pullern?
Ein vertiefter, fixierter Blick, ein bisschen rumlärmen,
und in der Gegend der Geschlechtsteile rumzupfen sind
normal. Bei einem kleinen Jungen sieht man oft eine
Erektion direkt bevor er Pipi muss oder die Vorhautöffnung
entspannt sich direkt davor. Sehr hilfreich für die
unter Euch mit Mädchen, ich weiß!
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Kann
ich meinem Baby beibringen, ein Zeichen zu geben?
Ja! Absolut! Afrikanische Frauen nutzen oft das Geräusch
"Psss psss", wenn ihre Kinder gerade machen. Wenn
das Kind das für eine Weile gehört hat, fängt es an,
das Geräusch zu machen, wenn es fühlt, dass es mal
muss. Unser Sohn fing damit etwa mit 7 Monaten an
- vier Monate nachdem wir begonnen hatten. Er hat
kein besonderes Interesse daran, das Geräusch zu machen,
wenn wir zu Hause sind, aber wenn wir unterwegs sind,
macht er es fast immer. Nimm ein Geräusch, das sie
leicht sagen können und das sich unterscheidet von
dem Gebrabbel, welches das Baby den ganzen Tag von
sich gibt.
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Was
ist mit Schlafenszeiten?
Ich war am meisten besorgt über die Schlafenszeiten,
und ausgerechnet das sind die am einfachsten planbaren
Zeiten, denn Babys pullern nicht im Schlaf, es sei
denn sie sind WIRKLICH entspannt oder in sehr tiefem
Schlaf. Babys pullern normalerweise nach dem Aufwachen,
deshalb ist es sehr einfach, diese Pipis aufzufangen.
Ich fand heraus, dass es normalerweise das Bedürfnis
auf die Toilette zu gehen ist, das meine Söhne wach
werden ließ, noch eher als das Bedürfnis zu stillen
oder weil sie wach waren. Sie pullerten nahezu im
Schlaf und stillten sich dann wieder in den Schlaf.
Wenn ich sie nicht gleich pullern hab lassen, ließen
sie ein bisschen Pipi raus und grummelten ein bisschen
herum, um mir zu zeigen, dass sie wirklich mussten!
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Wie
macht man es bei einem Jungen, dass das Pipi nicht
überall hin spritzt?
Um zu zielen, halte ich ihn unter beiden Oberschenkeln
und mache einen Finger frei, um seinen Penis nach
unten zu halten, aber ich hab mich schon dran gewöhnt,
dass er auch etwas Pipi auf die Füße kriegt!
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An
manchen Tagen klappt es überhaupt nicht!
Solche Tage gibt es immer wieder - manchmal hat er
einfach keine Lust, mir zu sagen, dass er muss. Ich
sage ihm das dann und biete ihm aber weiter nach meinem
Timing Gelegenheit zu pullern.
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Das
Abhalten über die Toilette verursacht mir Kreuzschmerzen!
Wir benutzten auch das Waschbecken - er lacht mit
sich selbst im Spiegel, während er pullert und glaubt,
er sieht lustig aus, wenn er sein Gesicht beim Drücken
sieht! Das Abhalten über die Toilette führte regelmäßig
zu Pipi-Überall-Katastrophen und bereitete mir auch
Kreuzschmerzen!
Bei unserem zweiten Sohn hatten wir ein kleines Töpfchen
von BabyBjörn und ich kann dies nur empfehlen!! Du
kannst das Baby auf deinem Schoß darauf setzen, so
dass sogar ein Baby, das noch nicht sitzen kann, sich
sciher fühlt. Unser zweiter Sohn mag sein BabyBjörn
Töpfchen so sehr, dass er gerne noch für eine Weile
darauf sitzen bleibt - er konnte darauf Monate bevor
er sonst wo sitzen konnte ohne Hilfe sitzen und genoss
diese Freiheit :)
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Wenn
sie anzeigen, sie müssen auf die Toilette, müssen
sie nicht...
Eine Sache, die ich bemerkt habe, ist, dass es Zeit
braucht, bis sie herausgefunden haben, wie sie aktiv
loslassen können - sie sagen, sie müssen und werden
dann wirklich unleidlich, weil sie nicht können. Der
beste Trick ist, das Wasser laufen zu lassen - das
Geräusch bringt sie meist sofort zum Pullern! Oder
ich lasse ihn ohne Hose, laufe ein bisschen mit ihm
herum, gehe zurück zum Waschbecken und frage ihn,
ob er noch einmal versuchen möchte. Normalerweise
hilft das und ist weniger frustrierend als ihn ewig
wartend über das Waschbecken zu halten. Das kann eher
eine Art Leistungsdruck erzeugen.
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Bedeutet
Sauberbleiben, dass Du Dein Baby nicht Baby sein lässt?
Unser Sohn kann jederzeit Baby sein! Er ist ein Baby,
dessen Eltern sich bewusst sind, dass er seine Ausscheidungen
mitteilen kann! Ich bin nicht jemand, der seine Kinder
möglichst schnell groß werden lassen will - ich bin
ein "Attachment parenter" und versuche, jedes Mittel,
das die Kommunikation zwischen mir und meinem Sohn
erweitern kann, anzuwenden. Er mag es, dass ich darauf
achte und ich mag es, so mit ihm verbunden zu sein.
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Es
scheint eine Menge Arbeit zu sein.
Ihm beim Pullern und Kacken zu helfen, ist tatsächlich
WENIGER Arbeit und WENIGER Durcheinander und außerdem
noch gute Kommunikation. Unglaublich, der Rest der
Welt kommuniziert mit dem Baby zwecks seiner Ausscheidungen,
ich weiß nicht, wann und wo das Wickeln 'erfunden'
wurde, aber es ist längst nicht so hygienisch! Windelausschlag,
wunder Po zum Beispiel, ist bei uns kein Problem,
he, he.
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Ist
es nicht einfach frühes Töpfchentraining?
Sauberbleiben ist kein Töpfchentraining, denn es geht
nicht darum, vom Kind Kontrolle zu erwarten oder sie
ihm beizubringen. Es kann nicht nach dem 12. Monat
begonnen werden, denn die meisten Kinder haben dann
schon für sich selber ihre Ausscheidungssignale unterdrückt.
Und ich möchte noch mal betonen, dass unser baby absolut
ein Baby sein darf und ich genieße sein Babysein :)
Wir machen das nicht, um jemand anderen zu beeindrucken
(viele Leute sind, wie du gesehen hast, ein bisschen
angewidert!), wir machen das, weil: 1. nasse Windeln
so unbequem sind, dass Babys sich von ihrem Unterkörper
abkapseln (was für das spätere Töpfchentraining ein
Problem ist, ebenso für das Verhältnis zum Geschlechtsverkehr
und seinem eigenen Körper), 2. Windeln waschen ist
nicht sehr ökologisch und 3. Babys kommunizieren ihr
Ausscheidungsbedürfnis und ich denke, es ist wichtig,
die Kommunikation meines Sohnes zu respektieren.
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Ausgehen...
Bis etwa 7 Monate haben wir im Autositz (ich erklärte
ihm, er kann einfach machen, wenn er muss, weil wir
warten würden, bis er sich ganz sicher ist, weil er
nasse Windeln hasst) Windeln benutzt, obwohl wir bei Freunden und
bei uns zu Hause ihn ohne Windel gelassen haben. Nach
sieben Monaten gab ich ihm nachmittags (wenn er seltener
pullern musste) die Gelegenheit, zu pullern, erklärte
ihm, dass wir raus gehen, zog ihm einfach auszuziehende
Trainingshöschen an und sagte ihm: "Wenn du mal musst,
mach ganz viel Lärm, okay?" Und er macht es! Gleich
am nächsten Tag bei einer Wanderung im Tragerucksack
fing er an, zu quengeln: "Maam mamamamam!" Und musste,
hundertprozentig, pullern.
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Was
ist mit nachts?
Bis sechseinhalb Monate hatte ich eine kleine Schüssel
neben dem Bett stehen, falls er mal mussten nachts
(statt im Schlaf zu pullern, pullern die meisten Babys
wenn sie aufwachen zum Stillen - ich hielt ihn über
die Schüssel, wenn er aufwachte. Ich muss wohl nicht
sagen, dass es besser funktioniert im Familienbett.
Wenn kein Familienbett praktiziert wird, dann kann
das Baby einfach nachts gewickelt werden.) Seit dem
Zeitpunkt stehen wir nachts auf und gehen ins Bad
zum Waschbecken. Aus unerfindlichen Gründen machte
ihn die Schüssel nachts wild und er schrie und wachte
auf - vielleicht das kalte Plastik an seinen Beinen?
Zum Waschbecken zu gehen macht ihn nicht mal richtig
wach - er pullert im Halbschlaf! Und ich werde auch
nicht mehr richtig wach dabei - ich leide bestimmt
nicht an Schlafmangel.
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Wie
schützt Du das Bett?
Wenn sie irgendwo im Angebot sind, kauf einen Matratzenschoner
aus Wolle. Sie sind etwas teuer, aber aus purer Wolle
gemacht - keine Plastik, und völlig wasserundurchlässig
- wie ein Wollpullover, der zu heiß gewaschen wurde!
Du kannst auch eine alte Wolldecke oder so etwas ähnliches
nehmen und heiß waschen und trocknen, um es wasserdicht
zu machen. Dann kannst du sie zusammen nähen, um eine
ausreichend große Auflage zu bekommen. Bis etwa 6
Monate schlief mein Sohn auf einem Handtuch auf einer
Wollmatte unter seiner eigenen Zudecke. Ob das Bett
trocken blieb, war direkt abhängig von meiner Aufmerksamkeit!
Als ich es zu oberster Priorität erklärt hatte, ihm
zu helfen, hatten wir von nun an immer ein trockenes
Bett.
Nutze keine Plastik- oder PVC-Matten!!! Sie erhöhen
das Risiko für den plötzlichen Kindstod (SIDS)!!!
Die Chemikalien, die ausgasen, sind ein Risiko.
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Ach,
ihr Öko-Mamas könnt das vielleicht, aber ich nicht!
Jeder kann das tun! Alles, was es braucht, ist Geduld
und Zeit und den Willen, Fehler machen zu dürfen.
Ich habe andere Eltern von der Kommunikation ihrer
Kinder lernen sehen. Mein Ehemann ist überhaupt nicht
der Öko-Papa-Typ, und er lernte es schnell. Hab keine
Angst, versuch es!
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Ich
liebe es, respektvoller mit dem Po meines Sohnes umzugehen
- er wird jetzt vorsichtiger angefasst.
Ist es nicht sonderbar, dass Babys so künstlich eingepackt
werden? Wir fassen ein gewindeltes Baby zwischen den
Beinen an ohne auch nur darüber nachzudenken und das
Hochnehmen eines Babys mit Windel ist wie das Hochnehmen
eines Kissens. Es fühlte sich ganz anders an, die
ganze Zeit ein nacktes Baby zu halten - es machte
mich vorsichtiger und respektvoller. Und es lässt
mich den süßen, weichen Babypopo noch mehr genießen!
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Funktioniert
es, wenn nur ein Betreuer es macht und die anderen
nicht?
Als wir das erste Mal anfingen hatte mein Mann schnell
die Nase voll davon, angepullert zu werden (durch
seine eigene Unaufmerksamkeit) und deshalb packte
er unseren Sohn in Windeln. Wir erklärten einfach,
was wir taten (und dass es nicht wegen ihm war) und
er passte sich wunderbar an. Es ist aber unabdingbar,
dass derjenige, der die meiste Zeit mit dem Kind verbringt,
trotzdem auch auf sein Timing achtet.
Jetzt scheint unser zweiter Sohn seinen Papa anzupullern
als Hinweis darauf, dass dieser nicht auf seine Kommunikation
achtet!!!
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Sie
haben einfach keine Kontrolle in der Bauchlage…
Als unser erster Sohn anfing zu robben, pullerte er
sehr oft ohne Zeichen auf den Boden. Der Druck auf
seinen Bauch machte es ihm unmöglich, seine Blase
zu kontrollieren. Also ließen wir ihn möglichst auf
einer Matte herumkrabbeln. Dasselbe passierte am Anfang
beim Krabbeln - die Anstrengung, den Bauch flach und
gerade zu halten drückte das Pipi geradewegs aus dem
kleinen Kerl heraus! Etwas anderes, was auch vorkam,
war, dass er auf seinem Bauch liegend gespielt hat
und auf die Toilette wollte, und wenn wir ihn dorthin
gebracht hatten, einfach nicht mehr musste. Und das
hat ihn frustriert! Ich denke, dass, wenn der Druck
auf den Bauch erst mal weg war (weil er hochgenommen
wurde), hatte er einfach nicht mehr das Bedürfnis
zu pullern, da die Blase nicht mehr belastet war.
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Macht
es etwas aus, wenn Du Sauberbleiben MIT Windeln machst?
Es scheint nichts auszumachen bei den meisten Babys
- sie fahren fort, mit dir zu kommunizieren. Es kann
ein wenig umständlich sein, das Baby aus der Windel
zu bekommen, bevor es pullert, und es macht dich auf
jeden Fall fauler :) Ich hab mich nicht so wirklich
darum gekümmert, bis ich wirklich meinen Sohn komplett
ohne Hose gelassen habe und die Handtuchlagen unter
seinem Schlafplatz entfernt habe. Wenn ich und der
Teppich nass wurden, war ich mir seiner Signale deutlich
bewusst! Die Sache ist, deine Absicht klar klar klar
zu halten! Die Versuchung, sie einfach pullern zu
lassen, damit man sie nicht hochnehmen muss oder aufmerksam
sein muss, ist sehr stark für uns in den westlichen
Kulturen!
Jetzt, mit unserem zweiten Sohn, fand ich heraus,
dass es keinen unterschied macht in meiner Aufmerksamkeit,
ob er gewindelt ist oder nicht - ich reagiere auf
IHN, nicht auf die Gefahr, nass zu werden. Ich bin
erstaunt, wie natürlich sich das Sauberbleiben mit
dem zweiten Kind anfühlt - dies muss in Kulturen,
wo das Sauberbleiben die Norm ist, noch viel stärker
sein.
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Mit
10 Monaten ist er so angenehm wie ein trockenes Kleinkind!
Unser Sohn ist nun 10,5 Monate und mit etwa 9,5 Monaten
bemerkte ich, dass es plötzlich sehr einfach war,
mit ihm wegzugehen. Er signalisiert sehr zuverlässig,
wenn wir draußen sind und krabbelt alleine zum Vorbau,
um zu pullern (im Sommer haben wir ihn über das Geländer
des Vorbaus gehalten zum Pullern - meinem Partner
wird ganz mulmig bei dem Präzedenzfall, den wir schaffen,
ha ha). Jetzt sehen wir wirklich das Ergebnis von
all der geduldigen Arbeit, mit seinen Signalen schon
früh klar zu kommen, denn wir müssen keine Wickeltasche
mit uns herumtragen und er ist im Einklang mit seinem
eigenen Körper und seinen Bedürfnissen. Ja! Es macht
Spaß, es ist einfach UND es funktioniert!
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Können
wir mit dem Sauberbleiben auch mit einem 7,5 Monate
alten Kind starten?
Hmm, ich bin nicht sicher, was ich in dieser Situation
tun würde. Ich würde sagen, das Motto hier sollte
sein: KEIN DRUCK. Nicht mal ein bisschen. Versuche
das Sauberbleiben als wäre es das natürlichste auf
der Welt - erkläre jedes Mal ganz entspannt, was du
tust und versichere deinem Kind immer und immer wieder,
dass es nicht tun MUSS. Wenn es so aussieht, als würde
es nach einigen Tagen oder Wochen anfangen, Signale
zu geben, wirst du zeitweise trotzdem noch under the
wire sein. Aber, wenn es den Anschein macht, dich
oder das Kind zu stressen, ist es keine gute Idee
- es kann enden wie zu frühes Töpfchentraining, und
das ist tatsächlich traumatisch.
Die Sache scheint so zu sein, dass Kinder die Verbindung
zu ihren eigenen Körpersignalen verlieren, wenn ihre
frühen Versuche sich den Eltern mitzuteilen, ignoriert
werden (keine Schuldzuweisung) und wenn sie erstmal
die Verbindung verloren haben, ist es sehr schwer,
diese wieder herzustellen, bevor sie alt genug sind,
sich verbal auszudrücken. Also, wenn das Kind sich
seiner Ausscheidungen noch bewusst ist und nicht zu
sehr abhängig von der Sicherheit der Windeln und jeder
entspannt ist und nicht zu große Erwartungen hat (!!!),
dann kann es funktionieren :)
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Was
ist im Winter, wenn Dein Sohn einen Schneeanzug trägt?
Als mein erster Sohn 11 Monate war, hab ich einfach
mit dem Sauberbleiben weitergemacht - er musste nicht
sehr oft. Besonders am Nachmittag geht er nur etwa
einmal pro stunde, und wenn wir draußen oder unterwegs
sind, teilt er sich sehr gut verbal mit. Wäre er noch
jünger gewesen, hätte ich ihn gewickelt und ihm erklärt,
dass ich ihn öfter mal wechseln würde oder wenn möglich
auf seine Zeichen achten und ihn rechtzeitig aus Anzug
und Windel zu kriegen.
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Mein
Sohn schreit, wenn ich ihn nachts oder nach einem
Schläfchen Pipi machen lassen will. Was soll ich tun?
Wird er es wieder sein lassen, wenn er älter ist?
Mein Sohn machte dies auch für eine Weile - zwischen
5 und 7 Monaten. Ich fand heraus, dass es verschiedene
Ursachen hatte. Erstens, er hasste die Schüssel, die
ich nachts verwendete. Ich wechselte zum Waschbecken
- nichts berührte mehr seine Beine und er zog das
so vor. Also, versuche verschiedene Plätze zum Pullern.
Zweitens, er war meistens verschlafen und wollte nicht
gestört werden, also redete ich die ganze Zeit mit
ihm: "Okay, Mama nimmt dich mal hoch, du bist wach
geworden, weil du pullern musst, okay, wir gehen zum
badezimmer, ich halte dich über das Waschbecken, musst
du mal? Prima!" Wenn er immer noch sehr grantig war,
bin ich eine Weile mit ihm herum gelaufen und habe
es dann noch einmal versucht, immer noch leise mit
ihm redend. Wenn er etwas wacher war, war er nicht
mehr so grummelig. Ich fand schnell heraus, wie ich
ihn nicht so wach machte, dass er danach nicht gleich
wieder einschlief!
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Hilfe!
Mein Baby hat plötzlich aufgehört, Zeichen zu geben
und wird fürchterlich wild, wenn ich es Pipi machen
lassen will! Was ist das?
Ich nenne das einen Sauberbleiben-Streik und denke,
das Baby streikt, wenn es einen Grund dazu hat. Es
hört auf, Signale zu geben und wenn es zu den normalen
Pullerplätzen gebracht wird, streckt es sich durch
und quengelt. Deine Aufgabe ist es, herauszufinden,
was das Baby stört - den sicherlich gibt es aus seiner
Sicht ein Problem! Versuche weiterhin, das Baby nach
Timing abzuhalten, beobachte seine Signale, lobe es
für das volle Töpfchen und denke daran, dass das Baby
dich damit nicht ärgern will! Babys können nicht viel
TUN, also kommunizieren sie, indem sie etwas NICHT
tun - wie ein Stillstreik, der dir zeigt, dass die
Zähne weh tun zum Beispiel.
Unser Sohn hatte viele solcher Problemchen dieses
Jahr: er hasste die Schüssel, die ich nachts benutzte;
er hasste das Töpfchen für eine Weile; er wollte sicherer
gehalten werden; und er streikte auch, ohne dass ich
den Grund dafür herausfand! Es schien so ( nach viel
Ermutigung, Versuchen neuer Plätze und Haltungen und
viel Lob und "Mama findet raus, was du mir sagen willst"),
dass er unsere große Toilette benutzen wollte. Als
ich das endlich herausgefunden hatte, gab er auch
wieder Zeichen. Und er mag die große Toilette sehr
- er gibt schon das Signal, wenn kaum Pipi da ist,
nur um auf das Mama-und-Papa-Klo zu gehen :)
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