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Einführung
in das AP
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Was
ATTACHMENT bedeutet Original
Bevor
wir die Grundlagen des Attachment Parenting
untersuchen, ist es wichtig, dass Sie wissen,
was es bedeutet, "attached", also verbunden
zu sein.
ATTACHMENT
VERSTEHEN
Sie werden den Begriff "Attachment" auf dieser
Seite recht häufig finden, denn, kurzgesagt,
es ist vielleicht der wichtigste Begriff im
Elternsein.
Attachment
ist ein spezielles Band zwischen Eltern und
Kind; ein Gefühl, dass Sie wie ein Magnet zu
Ihrem Kind zieht; eine Beziehung, die, wenn
sie ganz tief empfunden wird, die Mutter fühlen
lässt, dass das Baby ein Teil von ihr ist. Dieses
Gefühl ist so stark, dass, zumindest in den
ersten Monaten die ‚verbundene' Mutter sich
komplett fühlt, solange das Baby bei ihr ist
und sie fühlt sich unvollständig, wenn sie voneinander
getrennt sind.
Wir werden oft den Begriff Mutter-Kind-Verbindung
verwenden, nicht, um den Vater auszuschließen,
sondern weil, zumindest in den ersten Monaten
in den meisten Familien die Mutter-Kind-Verbindung
offensichtlicher ist. Das bedeutet nicht, dass
ein Vater nicht auch eine tiefe Verbindung mit
dem Kind bekommen kann, aber es scheint oft
eine andere Art von Verbindung zu sein - nicht
besser oder schlechter als die der Mutter, einfach
anders.
Attachment
bedeutet, dass eine Mutter und ihr Kind miteinander
harmonieren. Mit dem Baby in Einklang sein ist
eines der erfüllendsten Gefühle, das eine Mutter
sich erhoffen kann zu haben. Beobachte eine
Mutter und ihr Kind, die ‚verbunden' sind (in
Einklang). Wenn das Baby ein Zeichen gibt, wie
Schreien oder einen bestimmten Gesichtsausdruck,
das ein Bedürfnis anzeigt, antwortet die Mutter,
weil sie für die Signale des Babys offen ist.
Anfangs
mögen ihre Antworten und Reaktionen ein wenig
angestrengt wirken und nicht immer das sein,
was das Baby braucht. Aber wenn das Mutter-Baby-Paar
diese Signal-Antwort-Interaktion Hunderte male
übt, wird diese Signal-Antwort-Verbindung im
Laufe der Elternschaft immer natürlicher und
harmonischer. Das Baby beginnt, die Antwort
vorherzusehen, die seine Mutter geben wird und
wird so motiviert, noch mehr Zeichen zu geben,
da es lernt, dass es eine vorhersehbare Antwort
bekommen wird.
Dadurch,
dass das Baby der Mutter die Rückmeldung gibt,
dass ihre Zuwendung willkommen ist, genießt
das Mutter-Baby-Paar einander mehr. Sie gewöhnen
sich aneinander.
Eine
‚verbundene' Mutter erzählte uns: "Ich fühle
mich absolut abhängig von ihr" - was meinte,
dass die Mutter sich 'richtig' fühlte, wenn
sie mit dem Baby zusammen war und 'nicht richtig',
wenn sie getrennt waren.
Sie
werden es merken, wenn Sie dieses 'verbundene'
Gefühl mit ihrem Baby bekommen. Wenn Ihr Baby
schreit und sie antworten aus Ihrem Herzen heraus
mit einer natürlichen und nicht gezwungenen
Antwort, sind sie verbunden. Wenn Ihr Baby Ihnen
ein Signal gibt und sie reagieren mit einem
Gefühl von Richtigkeit bezüglich Ihrer Antwort,
sind Sie auf einem guten Weg, ein ‚verbundenes
Elternteil' zu werden.
Überprüfen
Sie von Zeit zu Zeit Ihren Empfindlichkeits-Index.
Wenn Sie zunehmend einfühlsam für Ihr Baby werden:
o
stört es Sie, wenn Ihr Baby schreit. Sie fühlen
mit Ihrem Baby in Zeiten mit Koliken. Sie werden
‚verbunden'.
o sind Sie gewillt, ausgedehnte Beruhigungsmaßnahmen
durchzuführen, wenn Ihr Baby unruhig ist. Sie
werden ‚verbunden'.
o Lernen Sie, die Bedürfnisse des Babys vorherzusehen.
Ein Gesichtsausdruck, wie beispielsweise eine
Grimasse, geht einem Schrei voraus. Sie reagieren
bereits auf der Stufe der Grimasse, bevor Ihr
Baby schreien muss. Sie werden ‚verbunden'.
o Ihre Reaktionen werden natürlicher; sie geschehen
intuitiv. Anstatt eine Wissenschaft aus den
Schreien Ihres Babys zu machen und Gehirnverrenkungen
zu machen (Werde ich es verderben? Manipuliert
es mich?), reagieren Sie einfach natürlich und
fühlen die Richtigkeit Ihrer Reaktion. Sie werden
‚verbunden'.
Was
ATTACHMENT PARENTING ist
- Die 7 Baby-B's Original
'Attachment
parenting' ist ein Stil der Erziehung und Kinderpflege,
der das Beste im Baby und das Beste in den Eltern
herausbringt.
7
WERKZEUGE DES ATTACHMENT: DIE BABY B'S
1.
Verbindung nach der Geburt (Birth bonding).
Die Art und Weise, wie Baby und Eltern miteinander
beginnen, hilft, das anfängliche ‚attachment'
zu entfalten. Die Tage und Wochen nach der geburt
sind eine empfindliche Periode, in der Mütter
und Babys einzig darauf ausgerichtet sind, einander
nah zu sein. Eine enge Verbindung nach der Geburt
und darüber hinaus erlaubt die natürlichen,
biologischen verbindungsfördernden Verhaltensweisen
des Kindes und die intuitiven, biologischen,
beschützenden Qualitäten der Mutter, zusammen
zu kommen. Beide Mitglieder dieses biologischen
Paares erhalten diesen richtigen Start zu einer
Zeit, in der das Kind am bedürftigsten ist und
die Mutter am ehesten geneigt, es zu pflegen.
"Was, wenn etwas das sofortige Bonding verhindert?"
Manchmal trennen medizinische Komplikationen
Sie und Ihr Baby für eine Weile, aber dann beginnt
das darauffolgende Bonding, so bald als möglich.
Als das Konzept des Bonding vor 20 Jahren erstmals
in der Erziehungswelt auftauchte, brachten einige
Leute dies total aus dem Gleichgewicht. Das
Konzept des menschlichen Bonding als eine "kritische
Zeit" oder "jetzt-oder-nie" war niemals beabsichtigt.
Bonding bei der Geburt ist nicht wie Sofortkleber,
der die Mutter-Kind-Beziehung für immer zusammenzementiert.
Bonding ist eine Serie von Schritten in Ihrem
lebenslangen Zusammenwachsen mit Ihrem Kind.
Sofortiges Bonding gibt der Eltern-Kind-Beziehung
einen Vorsprung.
2.
Stillen (Breastfeeding). Stillen ist eine
Übung im Baby-Lesen. Stillen hilft Ihnen, die
Signale Ihres Babys zu lesen, seine Körpersprache,
die der erste Schritt dazu ist, das Baby zu
kennen. Stillen verschafft Baby und Mutter einen
guten Start ins Leben. Muttermilch enthält einzigartige,
gehirnentwickelnde Bestandteile, die nicht nachgemacht
oder gekauft werden können. Stillen fördert
die richtige Chemie zwischen Mutter und Kind
durch die Stimulation der Prolaktin- und Oxyticinproduktion,
Hormone, die Ihre Muttergefühlen ankurbeln.
3.
Tragen (Babywearing). Ein Baby lernt viel
in den Armen eines beschäftigten Betreuers.
Getragene Babys sind weniger unruhig und verbringen
mehr Zeit im Zustand ruhiger Wachsamkeit, dem
Verhaltenszustand, in dem Babys das meiste über
ihre Umwelt lernen. Tragen fördert die Sensibilität
der Eltern. Weil Ihr Baby so nah bei Ihnen ist,
lernen Sie das Baby besser kennen. Nähe fördert
Vertrautheit.
4.
Familienbett (Bedding close to baby). Wo
auch immer alle Familienmitglieder den besten
Nachtschlaf bekommen, ist die richtige Regelung
für Ihre individuelle Familie. Das Familienbett
fügt einen Nacht-Körperkontakt-Bonus hinzu,
der tagsüber beschäftigten Eltern hilft, sich
nachts wieder mit ihrem Kind zu verbinden. Da
die Nacht eine Zeit der Angst für kleine Menschen
ist, minimiert das enge Beieinanderschlafen
nächtliche Trennungsängste und hilft dem Baby
zu lernen, dass der Schlaf ein Zustand ist,
in den man schön hineingleitet und angstlos
drin verharrt.
5.
Glaube an den Sprachwert von Ihres Babys Schrei
(Belief in the language value of your baby's
cry). Der Schrei eines Babys ist ein Signal,
das dafür geschaffen wurde, das Überleben des
Babys zu sichern und die Entwicklung der Eltern
zu fördern. Sensibel auf den Schrei Ihres Babys
zu reagieren, bildet Vertrauen. Babys vertrauen
darauf, dass ihre Betreuer auf ihre Bedürfnisse
reagieren. Eltern lernen schrittweise, ihrer
Fähigkeit, die Bedürfnisse des Babys zu erfüllen,
zu vertrauen. Dies erhöht das Eltern-Kind-Kommunikation-Level
um eine Klasse. Kleine Babys weinen um zu kommunizieren,
nicht zu manipulieren.
6.
Hüten Sie sich vor ‚Baby-Trainern' (Beware of
baby trainers). Das ‚Attachment Parenting'
lehrt Sie, Ratschlägen gegenüber kritisch zu
sein, vor allem solchen aus unnachgiebigen und
extremen Erziehungsstilen gegenüber, die Ihnen
beibringen, eine Uhr oder einen Zeitplan zu
beachten anstelle Ihres Babys; Sie wissen schon,
die schreiende Masse. Diese "Bequemlichkeits-Eltern"
gewinnen auf kurze Sicht gesehen, auf lange
Sicht gesehen jedoch verlieren sie, und es ist
somit kein geschicktes Investment. Diese eher
eingeschränkten Erziehungsstile schaffen eine
Distanz zwischen Ihnen und Ihrem Baby und halten
Sie davon ab, ein Experte für Ihr Baby zu werden.
7.
Ausgeglichenheit (Balance). In Ihrem Eifer,
Ihrem Baby so viel zu geben, kann es leicht
passieren, dass Sie Ihre eigenen Bedürfnisse
und die Ihres Partners vernachlässigen. Sie
werden lernen, dass das Finden des Schlüssels
für die Ausgeglichenheit in Ihrem Elternsein
das angemessene Reagieren auf Ihr Baby ist -
das Wissen, wann man 'ja' und wann 'nein' sagen
und die Weisheit, zu sich selbst ‚ja' zu sagen,
wenn Sie Hilfe brauchen.
MEHR
ÜBER 'ATTACHMENT PARENTING'
AP
ist ein Anfangsstil. Es mag medizinische oder
familiäre Umstände geben, die es Ihnen unmöglich
machen, alle dieser ‚Baby B's' zu praktizieren.
Attachment Parenting beinhaltet jedoch zuallererst,
Ihren Geist und Ihr Herz zu öffnen für die individuellen
Bedürfnisse Ihres Babys und vielleicht werden
Sie die Weisheit entwickeln dafür, wie man schnelle
Entscheidungen trifft darüber, was das Beste
für Sie und Ihr Baby ist. Machen Sie das Beste
aus den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln
- das ist alles, was Ihr Baby jemals von Ihnen
erwarten wird. Diese Baby B's helfen den Eltern
und dem Baby, den richtigen Beginn zu finden.
Nutzen Sie sie als Anfangstipps, um Ihren eigenen
Erziehungsstil zu finden - einen, der die individuellen
Bedürfnisse Ihres Kindes und Ihrer Familie erfüllt.
Das Attachment parenting hilft Ihnen, Ihren
persönlichen Erziehungsstil zu entwickeln.
AP
ist ein Ansatz, nicht ein striktes Regelwerk.
Es ist tatsächlich die Erziehung, die viele
Eltern instinktiv nutzen. Erziehen ist zu individuell
und das Baby zu komplex, um dass es hier nur
einen einzigen Weg geben könnte. Der wichtige
Punkt ist, mit dem Baby verbunden zu sein/zu
werden, und dabei helfen die Baby B's des Attachment
Parenting. Sind Sie einmal ‚attached' bleiben
Sie bei den funktionierenden Dingen und ändern
Sie die Dinge, die nicht funktionieren. Sie
werden schliesslich Ihren eigenen Erziehungsstil
entwickeln, der Baby und Eltern einen Weg zeigt,
wie sie zueinander passen - das kleine Wort,
dass so einfach die Beziehung zwischen Eltern
und Baby beschreibt.
AP
ist reagierendes Erziehen. Durch Ihre Sensibilität
für die Signale Ihres Babys lernen Sie, die
Bedürfnisebene Ihres Kindes zu erkennen. Da
das Baby Ihnen vertraut, dass seine Bedürfnisse
erfüllt werden und seine Sprache gehört wird,
glaubt das Baby auch an seine Fähigkeit, Signale
zu geben. Als Ergebnis wird das Baby ein besserer
Signal-Geber, die Eltern werden bessere Signal-Versteher
und das ganze Eltern-Kind-Kommunikations-Netzwerk
wird einfacher.
AP
ist ein Werkzeug. Werkzeuge sind Dinge, die
benötigt werden, um eine Arbeit zu vollenden.
Je besser die Werkzeuge, desto einfacher und
besser können Sie die Arbeit erledigen. Achten
Sie darauf, dass wir den Begriff "Werkzeug"
verwenden und nicht "Schritt". Bei Werkzeugen
können Sie auswählen und entscheiden, welches
Ihre persönliche Eltern-Kind-Beziehung am besten
trifft. Schritte implizieren, dass Sie alle
verfügbaren Schritte nutzen müssen, um die Arbeit
fertig zu stellen. Sehen Sie das ‚Attachment
Parenting' als Verbindungswerkzeuge, Interaktionen
mit Ihrem Kind, die Ihnen und dem Baby helfen,
miteinander in Verbindung zu treten. Einmal
verbunden wird die ganze Eltern-Kind-Beziehung
(Disziplin, Gesundheitsvorsorge und das gute
alte Spaß haben mit dem Kind) natürlicher und
erfreulicher. Betrachten Sie AP als ein Disziplinwerkzeug.
Je besser Sie Ihr Kind kennen, desto mehr vertraut
Ihnen Ihr Kind und desto effektiver wird Ihre
Disziplin sein. Sie werden es einfacher finden,
Ihr Kind zu disziplinieren und Ihr Kind wird
sich einfacher disziplinieren lassen.
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